10 Dinge, die typisch WG sind

Die letzten 5 Jahre war ich glückliche Mitbewohnerin einer genialen WG. Okay, jede WG sagt wahrscheinlich von sich, sie sei genial – aber unsere ist es wirklich. Harmonisch, meistens aufgeräumt, Balkon-Sessions im Sommer und kuschelige Sofa-Abende in den kälteren Monaten. Aber nach dieser langen Zeit ist es nun bald so weit: Sie zieht aus, mit dem Freund zusammen, Ernst des Lebens und so. Und plötzlich erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich nostalgisch auf die letzten Jahre zurückblicke und über das WG-Leben sinniere, welches ich doch so liebe. Wer jemals mit jemand anderen gewohnt hat oder es immer noch tut, wird sich in einigen Punkten wohl Wiedererkennen. Hier meine Liste von 10 Dingen, die jedenfalls bei uns typisch WG sind:

1. K-L-O-P-A-P-I-E-R: Der Staatsfeind Nummer 1 unter den notwendigen Haushaltsdingen. Entweder haben wir vergessen, diese so unscheinbar wirkenden Rollen zu besorgen oder es gibt keine Ersatzrolle. Dann der Hilferuf an die Mitbewohner, um dieses Problem zu lösen. WC-Papier: Bei den Eltern so selbstverständlich, aber total unterschätzt.

2. We love Wine: Wenn es etwas bei uns im Dauervorrat hat, dann Wein. Basisnahrungsmittel wie Milch, Eier, Gemüse? Nope, aber immer eine Flasche Rotwein. Bravo.

3. Gemeinsam stark: Nichts verbindet so sehr wie der gemeinsame Hass auf die nervigen Nachbarn. Das gilt auch dann, wenn man selbst der nervige Nachbar ist, weil man ja zusammen wohnt.

4. No shame: Ich weiss ja nicht, wie es in anderen WG’s so ist, aber wir haben inzwischen alle Hemmungen abgelegt. Wir wissen wirklich alles voneinander und teilen auch alles sehr offen mit. Gespräche über den Aktuellen während die andere duscht oder badet ist z.B. ganz normal. Immerhin teilen wir den Wohnraum, da kann man auch alles teilen.

5. Pflanzentode: Wir haben einige Male versucht, unsere Wohnung etwas lieblicher und vor allem grünlicher zu gestalten. Wir hatten verschiedene Pflanzen, welche wir sogar benannten. Sie starben alle, ausnahmslos. Sogar der Kaktus.

6. Der Begrüssungsruf: Ich würde ja ein Audio hier einfügen, aber irgendwie ist es mir zu persönlich. Wir haben unseren hauseigenen Begrüssungsruf, damit die andere gleich weiss, wer kommt, obwohl es an sich eh schon klar ist. Unser klingt in etwa so: Hrrr Hrrr. Er ist gleichzeitig Ausdruck der Wiedersehensfreude.

7. Einsamkeit: Es ist ganz seltsam, wenn man alleine in der WG ist. Irgendwie fehlt einfach jemand und die Räume wirken so kalt und leer. Und vor allem ist es auf unheimliche Weise ruhig. Zu ruhig…

8. Der Morgenmuffel: Ich bin davon überzeugt, dass in jeder Wohngemeinschaft mindestens ein Morgenmuffel lebt. In unserem Fall ist es meine Freundin, während ich zwar nicht gerne aufstehe, aber gleich drauflos quasseln kann. Ihre Blicke sprechen Bände.

9. Das Zahnputzritual: Apropos teilen – wir sind wie ein altes Ehepaar und teilen uns eine elektrische Zahnbürste. Natürlich mit separaten Aufsätzen, grusig si mir de nid, gäu.

10. Mein Bett ist dein Bett: Ich habe gehört, dass bei anderen die eine Person anklopft, bevor sie das Zimmer des Mitbewohners betritt. Offensichtlich sind wir total unanständig. Denn wenn die andere keinen Gast bei sich hat, dann gehen wir ein und aus und setzen uns aufs Bett, als sei es unser eigenes. Ist es irgendwie auch, oder?

Natalies Lebensweisheiten: Die Sache mit der “Liebe auf den ersten Blick”

Ich bin wahrscheinlich nicht die geeignetste Person, um über dieses Thema zu schreiben. Ich bin bei Dingen des Herzens nämlich oft so etwas wie die Anti-Frau schlechthin: Zu viel Gefühl zu schnell verängstigt mich, ich kann mein Inneres erstaunlicherweise selten wirklich gut in verständliche Worte übersetzen und bin auch nicht sonderlich romantisch (obwohl ich mich in diesem Bereich inzwischen bereits gebessert habe, danke merci für den tosenden Applaus). Ich habe noch nie in meinem Leben nach dem ersten Treffen von einem Mann mit rosaroten Bäckchen geschwärmt (Maximalkompliment via WhatsApp an Freundinnen: “Er ist sympathisch”) und beklage mich eher regelmässig darüber, dass das Ganze mir zu viel wird. Ich arbeite daran, weiblicher zu werden, okay.

Vielleicht liegt es auch an meiner (un)romantischen Natur, dass ich deswegen immer wieder staune, wie andere so schnell so emotional werden können. Ich wünschte mir wirklich, ich könnte auch ein bisschen mehr “weich und flauschig” (wie ich es so schön nenne) sein. Ich hatte schon im Teenageralter nie einen Schwarm, währenddessen rund 90 % meines Freundeskreises über kleine Liebesbotschaften via Notizzettel und sehnsüchtigen Blicken über den Mensa-Tisch hinweg berichten können. Ich erinnere mich vielmehr an den Hotdog in der Mensa, der nur 2 Franken kostete. Legendär.

Ich glaube nicht an Liebe auf den ersten Blick. Anziehung – ja. Sympathie – absolut. Aber Liebe? Wie kann man einen Menschen lieben, ohne ihn zu kennen? Und hier fängt bereits das nächste Diskussionsthema an: Ab welchem Moment kann man ehrlich von sich behaupten, den anderen zu kennen? Braucht es dieses berüchtigte in- und auswendig kennen, um das sagen zu können, oder reicht bereits ein Gefühl des Sich-Vertrautseins? Natürlich gibt es keine fixe Zeitgrenze, die passiert sein muss, damit man sagen kann, dass man den anderen kennt. Aber je kürzer die Zeitspanne ist, desto skeptischer bin ich. 2 Wochen non-stop Zeit miteinander verbringen und dann zusammensein? Mein schlimmster Alptraum. In der Beziehung erst jemanden richtig ergründen? No thanks. Es gibt zwar nie eine Garantie, und ich will auch nicht behaupten, dass mein Weg der bessere sei. Man kann auch besser fahren, wenn man von Anfang an auf sein Herz und nicht auf seinen Verstand hört, wie es bei mir als rationaler Person automatisch der Fall ist. So aufregend dieses Sich-Hineinstürzen-und-total-darauf-einlassen-Zeugs auch sein mag, es liegt mir einfach nicht. Ich chills lieber noch eine Runde und nehme es gemütlich, Schritt für Schritt. Liebe auf den zehnten Blick könnte ja auch funktionieren, oder?

 

 

The Body Shop News: Almond Milk & Honey Körperpflege

Körperpflege ist ein Dauerbrenner, oder sollte es jedenfalls sein. Die einzigen Produkte, die ich regelmässig aufbrauche, sind nämlich Bodylotions und alles, was irgendwie mit Feuchtigkeit plus Hautpflege zu tun hat. Ich habe immer trockene Haut, aber in den letzten Monaten war es besonders schlimm: Vor allem der Rücken und die Schulterpartie spannten, tagsüber musste sogar die Handcreme dafür herhalten, weil das Gefühl sogar in Juckreiz ausartete und nicht nachliess. Meine Haut, die Oberzicke.

Deswegen war es gerade der perfekte Zeitpunkt, als die neue Linie von The Body Shop bei mir im Briefkasten landete. Bereits der Titel der Kollektion klingt verlockend: Almond Milk and Honey, yes please. Viele leiden unter trockener, aber nicht alle Produkte sind gleichzeitig auch für empfindliche Haut geeignet. In meinem Umfeld schwören viele auf die Bodylotion von Eucerin (jap, natürlich im Coop erhältlich), aber ganz ehrlich: Hautpflege soll zwar definitiv zielgerichtet sein, aber ich will das tägliche Ritual nach dem Duschen auch geniessen. Dazu gehört für mich auch ein angenehmer Duft, der ein bisschen etwas von Home Spa hat. Der dezente und hypoallergene Duftstoff in dieser Reihe hat es mir deswegen angetan: Er ist zurückhaltend, aber gibt mir diesen Wohlfühlfaktor, den ein angenehmer Duft halt so mit sich bringt. Wie immer: Ohne Farbstoffe, dermatologisch getestet, 100 % vegetarisch.

1. Soothing & Restoring Body Lotion (19.90 für 200 ml)

Fangen wir gleich mit dem (meiner Meinung nach) besten Produkt aus dieser Linie an: Diese leichte und schnell einziehende Lotion spendet Feuchtigkeit, ohne dass man den ganzen Tag lang noch Rückstände davon spürt. Das bedeutet aber nicht, dass der Pflegeeffekt nur kurzweilig ist: 48h finde ich ein bisschen zu optimistisch, aber während mindestens 24h konnte ich die beruhigende und schützende Wirkung spüren. Sie lässt sich schnell verteilen und macht die Haut samtig weich. Mein Rücken war entzückt. Okay, der war etwas flach.

2. Soothing & Restoring Body Butter (200 ml für 24.90)

Reichhaltig ist hier das passende Stichwort. Sie wirkt mit natürlichen Ölen gegen spannende und kratzige Haut. Persönlich trage ich sie lieber nur an besonders hartnäckigen Stellen (sprich Füsse, Knie und Ellbogen) auf, kann man aber auch als Allrounder auf dem ganzen Körper brauchen. Wer bereits eine andere Body Butter von The Body Shop ausprobiert hat, kennt den Drill. Für den Frühling würde ich aber eher zur ersten Option greifen, im Sommer dann wieder nach dem Sonnenbad zur intensiveren Variante.

3. Calming & Protecting Hand Cream (30 ml für 9.90)

Diese Handcreme ist praktisch dafür gemacht, in der Handtasche zu landen. Wiederverschliessbar, klein und handlich – perfekt. Sie beruhigt die Haut sichtbar, aber setzt einen nicht für eine halbe Stunde ausser Gefecht. Ich mag es nämlich überhaupt nicht, wenn ich nach dem Auftragen eine halbe Stunde lang meine fettigen Hände trocknen lassen muss, bevor ich wieder einen Stift oder sonst irgendetwas in die Hände nehmen kann. Deswegen stört es mich auch nicht, dass diese Handcreme nicht extrem reichhaltig ist. Für jeden Tag: Top. Bei rissigen Stellen: Eher zur Notfallvariante greifen, wo mehr Geduld gefragt ist.

4. Calming & Caring Bath Milk (400 ml für 24.90)

Ich würde zwar gerne etwas anderes schreiben, aber ich bin nicht der grösste Fan. Die Bademilch ist sehr cremig und nicht schäumend, was sie aber auch nicht verspricht. Mit zwei Verschlusskappen fühlte ich aber kaum einen Unterschied im Wasser. Erst nach der mehr als doppelten Menge merkte ich, wie sich die Haut leicht entspannte und wie die natürlichen Öle beruhigend wirkten. Es gibt aber Besseres von The Body Shop auf dem Markt, wenn ihr einen Badezusatz sucht.

 

 

Fasnacht – enough said.

Früher gehörte ich ebenfalls zu den Fasnachtsmuffeln. Die Tatsache, dass ich gefühlte Wochen später immer noch irgendwo Konfetti fand (an Stellen, die sonst beinahe unerreichbar sind), war schon zu viel für mich. Gepaart mit der mittelmässig melodiösen Guggemusig hiess Fasnacht für mich mindestens eine Woche selbstverschriebene Eigenhaft in meinem Zimmer. Nur für die Nahrungssuche begab ich mich in die Aussenwelt, und auch dort auf garantiert karnevalsfreien Strassen. Nicht, dass ich den anderen den Spass nicht gönnen würde. Aber persönlich wollte ich meine Spasskapazität damals lieber anders einsetzen.

Vorspulen auf das Jahr 2017. Ich plane bereits Monate im Voraus meine Kostüme (ja, wir sprechen hier vom Plural) und freue mich ab dem Jahreswechsel bereits auf den Februar und März. What happened? Ein Sinneswandel, der einerseits fasnachtsfreudigen Freundinnen zu verdanken ist und ich andererseits meiner mit dem Alter gewonnen inneren Ausgeglichenheit zuschreibe. Lieber glückliche, leicht betrunkene Menschenmassen als grimmige Gesichter im Tram um 6 Uhr morgens. Fasnacht ist so etwas wie ein Schweizer Volksfest, wo plötzlich alle mit fast allen reden und die Leute ausnahmsweise den Kopf abschalten. Ich amüsiere mich ab den originellen Kostümen, staune ab den kreativen Ideen und sehe Bekannte, die sonst das ganze Jahr unauffindbar zu sein scheinen, aber an der Fasnacht trifft man ja bekanntlich fast alle. Ausser eben die besagten Menschen, zu denen auch ich früher gehörte, die partout nichts damit zu tun haben wollen. Jedem das Seine, nach wie vor. Aber es gibt für alles eigentlich eine Lösung. Man muss ja nicht gerade direkt mit der Guggemusig mittanzen, aus der Distanz klingt es schon fast mitreissend. Und da ich dieses Jahr einmal als Putzfrau mit Staubwedel gehe, lassen sich die Konfetti auch wunderbar einfach wegfegen.

An alle Schnell-Einschläfer da draussen

Ich hasse euch. Eigentlich ist es eher Neid und sowieso ist Hass ein gar starkes Wort. Aber ganz ehrlich: Wie kann es sein, dass es Menschen wie euch gibt? Solche, die einfach die Augen schliessen können und ins Land der Träume abgleiten, mühelos? Kommt mir bitte nicht mit dem BS von wegen innerer Ausgeglichenheit und so. Dieser Text mag vielleicht kein Paradebeispiel dafür sein, sondern zeugt vielleicht von leichter Frustration und einer Portion Weltschmerz, aber eigentlich bin ich mit mir im Reinen. Nur so als Info. Aber es ist auch ungerecht. Da darf man als Mensch, der an einem echt guten Tag immer noch mindestens 30 Minuten zum Einschlafen braucht, auch ein bisschen weinerlich sein.

Ich verstehe es einfach nicht. Im Zug betrachte ich euch manchmal, ihr, die so friedlich eingenickt seid und selbst dann nicht aufwacht, wenn eine Horde Erstklässler schreiend den Gang hinunterrennen. Ich staune, wirklich. Wie geht das? Die Augenlider flattern und adieu Welt. Langstreckenflug? Super, ihr könnt Schlaf nachholen, während ich anfangen könnte, die Haare am Kopf der Person vor mir zu zählen und selbst unter diesen Umständen wach bleibe. Wie kann man überall und immer einfach abdriften? Entspannungsmusik, gut durchgelüftetes Zimmer, Lavendel, was auch immer – mein Gedankenkarussel lässt mir keine Ruhe. Deswegen lese ich oft, um einschlafen zu können. Leider lese ich gerne und will meistens gar nicht müde werden, weil das nächste Kapitel wartet. Deswegen versuche ich, möglichst Unspannendes auf meinem Nachttisch zu platzieren. Aber nach einem Reality Check realisiere ich: Auch das bringt nicht wirklich etwas. Meine Hirnzellen sind vielleicht etwas belämmert, aber ganz sicher nicht ruhend. Ich versuche, mein Schicksal zu akzeptieren. Aber dann sehe ich wieder euch und frage mich, wie es möglich ist, so verschieden zu sein. Es muss doch ein Geheimnis dahinter geben. Und sagt jetzt bitte nicht, ich solle Schäfchen zählen. Es ist mein kompletter Ernst. Es gibt Menschen da draussen, die brauchen euren Rat und Hilfe. SOS.